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25.03.2019

QM-Symposium der Automobilindustrie vom 20.-21.03.2019

In der letzten Woche fand in Bamberg das alljährliche QM-Symposium vom VDA QMC statt. Als Co-Veranstalter lud die Fa. Brose Fahrzeugteile zur Werksbesichtigung ein.

Folgende Konferenzthemen wurden
• Qualitätsmanagement Brose 4.0
• IATF 16949 – Ergebnisse/Erfahrungen und Fazit aus dem Transitionprozess.
• VDA-Band FMEA - der neue Standard
• VDA-Band 8D - Vorstellung des neuen Standards
• VDA-Band Produktintegrität
• Vorstellung neuer Trainingskonzepte
• World Café zur Zukunft QM
behandelt und diskutiert.

In den Vorträgen der Arbeitskreise wurden
• Scania und die VDA 6.3-Reise
• Over-the-Air-Updates - Herausforderungen und Potentiale
• Electrical Overstress in der Automobilindustrie
• Produktionsprozess- und Produktfreigabe (VDA 2)
• QM-Manager (Training)
• Emissionen und Verbrauch CoP-Prüfungen am PKW (AK 9)
• Schadteilanalyse Feld - Revision 2018
• Zuverlässigkeitsmanagement (VDA 3 Teil 1)
• QM-Methoden (AK 4)
besprochen und teilweise kontrovers diskutiert.

Hr. Bernd Schieweck von Brose Fahrzeugteile hat in seinem Vortrag auf die Unternehmensgrundsätze mit dem Schlagwort FIRST (Familienunternehmen, Innovation, Respect, Success und Team) verwiesen.
QM 4.0 ist Teil des digitalen Wandels (CASE und Industrie 4.0). Dies hat Auswirkungen auf das Geschäftsmodell, die Zusammenarbeit und die Qualitätsbereiche in der Verwaltung und im Shopfloor.
Als konkrete Handlungsfelder wurden die Administration Exzellenz, die CAQ Implementierung und die vollautomatische Qualitätssteuerung identifiziert. Zur Umsetzung gibt es Core Tools Video-Schulungen für die Mitarbeiter, ein IT-Tool für die Layered Process Audits und das Brose Managementsystem.
Beim CAQ-System werden das Risiko- und Reifegradmanagement (Prozess Exzellenz), die Datenerfassung & -auswertung auf der Shopfloor Ebene, das Reklamationsmanagement und Lessons Learned (Basis-FMEAs) von Lieferanten zum Unternehmen und zu den Kunden verknüpft.
Die aktuelle Entwicklung der Kundenstörfälle sowie der Fehlerkosten zeigen die positive Entwicklung auf.

Hr. Norbert Haß vom VDA QMC hat die aktuellen Zahlen zur IATF 16949-Zertifizierung weltweit präsentiert. Die Delle zum Sept. 2018 mit ca. 57.000 Zertifikaten wurde inzwischen mit fast 70.000 Zertifikaten überkompensiert (Stand Ende 2017: ca. 68.500 Zertifikate ISO/TS 16949 und IATF 16949). Somit sieht die IATF den Übergang grundsätzlich als Erfolg an.
Weiterhin zeigen die Zahlen, dass es in China ca. 10 % mehr Zertifikate als Ende 2017 gibt (aktuell: 33.080 Zertifikate), während die Anzahl in Deutschland im gleichen Zeitraum um 11 % gesunken ist (aktuell: 2.995 Zertifikate).
Die Erfahrungen wurden für einen zukünftigen Transitionprozess ausgewertet, um effektiver zu werden (u.a. ggf. ein noch früherer Zeitpunkt der verpflichtenden Auditierung nach dem neuen Standard). Einen Ausblick gab er mit der Anmerkung, dass die ISO aktuell eine größere Änderung der High Level Structure (HLS) planen soll.

Die Veranstaltung im nächsten Jahr wird vom 28.-29.04.2020 in Dortmund in der Kooperation mit der Fa. Leopold Kostal stattfinden.



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